Feuerbestattungen sind damals in vielen Ländern und Kulturen bereits bekannt und
angesehen gewesen. Schon 3000 Jahre v.Chr. fanden Leichenverbrennungen statt. Die
Asche wurde nach der Verbrennung entweder an Land oder in einem Gewässer verstreut
oder in einem Gefäß aufbewahrt - ähnlich wie heute.
Von den Christen wurde die Feuerbestattung aber jahrhundertelang abgelehnt, im
Mittelalter galt der Feuertod sogar als Todesstrafe.
In Deutschland wurde die Feuerbestattung, die lange Zeit verboten war, zur Zeit der
Aufklärung aus hygienischen Gründen wiedereingeführt, um Seuchenausbrüche zu
verhindern. Im Jahr 1878 wurde das erste Krematorium in Deutschland gebaut.
Jahrzehnte später wurde die Feuerbestattung mit der herkömmlichen Erdbestattung
gleichgestellt und von der katholischen Kirche anerkannt.
Die evangelische Kirche lehnte sie jedoch bis Anfang des 20. Jahrhunderts ab, die
orthodoxe und islamische Kirche sogar bis heute.